Interview mit Mgr. Monika Volejníková,
Leiterin des Labors
Social Freezing ist eine moderne Form der Familienplanung. Dabei lassen Frauen und Männer ihre Geschlechtszellen einfrieren, um ihre Fruchtbarkeit für die Zukunft zu erhalten. Es ermöglicht, die Elternschaft auf einen Zeitpunkt zu verschieben, zu dem sie sich besser darauf vorbereitet fühlen – sei es aus persönlichen, partnerschaftlichen oder beruflichen Gründen.
Die Kryokonservierung von Eizellen ist eine Labormethode, die ein sicheres Einfrieren und eine langfristige Aufbewahrung von Eizellen für eine spätere Verwendung ermöglicht. Sie wird vor einer geplanten Behandlung empfohlen, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte, vor operativen Eingriffen im Bereich der Eierstöcke, aber auch im Rahmen der zukünftigen Familienplanung (sogenanntes Social Freezing).
Der gesamte Prozess beginnt mit der hormonellen Stimulation der Eierstöcke, durch die mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen. Anschließend erfolgt die Entnahme der Eizellen unter kurzer Vollnarkose. Im Labor werden danach reife Eizellen ausgewählt und mit der Methode der Vitrifikation eingefroren.
Das Prinzip der Vitrifikation besteht in einem sehr schnellen Einfrieren der Eizellen ohne Bildung von Eiskristallen. Dadurch gelangt die Zelle in einen sogenannten glasartigen Zustand, der ihre innere Struktur vor Schäden schützt. Dieses Verfahren erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Eizellen nach dem Auftauen ihre Qualität behalten.
Die Eizellen werden in einer Kryobank in flüssigem Stickstoff bei einer Temperatur von −196 °C gelagert, wo sie viele Jahre aufbewahrt werden können. Bei Bedarf werden sie schonend aufgetaut, mit der ICSI-Methode befruchtet und anschließend als Embryonen weiter kultiviert. Die Kryokonservierung von Oozyten mittels Vitrifikation gibt Frauen somit die Möglichkeit, ihre Fruchtbarkeit zu erhalten und die Chance auf ein eigenes Kind auch in der Zukunft zu erhöhen.
Aus biologischer Sicht liegt das ideale Alter für das Einfrieren von Eizellen ungefähr zwischen 28 und 35 Jahren. Als besonders geeignet gilt der Zeitraum um das 30. bis 33. Lebensjahr, wenn die Eizellen noch eine sehr gute Qualität und Entwicklungsfähigkeit nach der Befruchtung besitzen. Nach dem 35. Lebensjahr nehmen Qualität und Anzahl deutlicher ab, und das Risiko genetischer Veränderungen steigt, was die Chance auf eine erfolgreiche Schwangerschaft verringern kann.
Für eine realistische Chance auf eine zukünftige Schwangerschaft wird empfohlen, etwa 15 bis 20 Eizellen einfrieren zu lassen.
Der wichtigste Vorteil ist die Möglichkeit, die Familienplanung an die eigene Lebenssituation anzupassen und eingefrorene Eizellen zu einem Zeitpunkt zu nutzen, an dem die Bedingungen für eine Schwangerschaft am günstigsten sind. Ein weiterer Vorteil ist der Erhalt der Eizellqualität aus jüngeren Jahren, was die Chance auf eine Schwangerschaft auch dann erhöhen kann, wenn die Wahrscheinlichkeit einer natürlichen Empfängnis bereits deutlich geringer ist, beispielsweise nach dem 40. Lebensjahr.
Ja. Die Kryokonservierung von Spermien ermöglicht ein sicheres Einfrieren und eine langfristige Aufbewahrung für eine spätere Verwendung. Sie wird vor geplanten Behandlungen empfohlen, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnten, vor bestimmten operativen Eingriffen, als Teil einer Kinderwunschbehandlung sowie bei der zukünftigen Familienplanung im Rahmen des Social Freezing.
Nach der Abgabe werden die Spermien aufbereitet und anschließend schonend eingefroren und in flüssigem Stickstoff bei einer Temperatur von −196 °C gelagert. Moderne Methoden mit schützenden (kryoprotektiven) Lösungen ermöglichen es, ihre Qualität und Funktionsfähigkeit auch nach sehr langer Lagerung zu erhalten (über Jahrzehnte). So aufbewahrte Spermien können jederzeit in der Zukunft im Rahmen von Methoden der assistierten Reproduktion verwendet werden, was mehr Sicherheit und Flexibilität bei der Familienplanung bietet.
Es gibt mehrere Situationen, zu den häufigsten gehören:
Bei Männern nimmt die Qualität der Spermien mit dem Alter zwar nicht so deutlich ab wie bei Frauen, dennoch verschlechtern sich die Parameter des Spermiogramms allmählich (Konzentration, Beweglichkeit und Morphologie), und das Risiko einer Schädigung der genetischen Information (DNA-Fragmentation) steigt.
Das Einfrieren von Spermien stellt daher eine gewisse Absicherung dar. Es ermöglicht, Spermien zu einem Zeitpunkt aufzubewahren, an dem sie ihre beste Qualität erreichen, und sie später bei der Familienplanung zu verwenden – unabhängig von möglichen Veränderungen der Qualität oder des Gesundheitszustands.
Ein genau festgelegtes ideales Alter für das Einfrieren von Spermien gibt es nicht. Es wird jedoch empfohlen, diesen Schritt im jüngeren Erwachsenenalter in Betracht zu ziehen, also ungefähr zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr, wenn die Spermienqualität meist am höchsten ist. Der geeignete Zeitraum kann jedoch bis etwa zum 40. Lebensjahr reichen.
Allgemein gilt: Je früher Spermien eingefroren werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihre optimale Qualität für eine zukünftige Verwendung behalten.
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