CD 138 – Diagnostik der chronischen Endometritis

Die CD138-Untersuchung weist eine chronische Entzündung der Gebärmutterschleimhaut nach, die die Chancen auf eine Schwangerschaft verringern kann. Sie wird insbesondere bei wiederholten erfolglosen Embryotransfers, Fehlgeburten und ungeklärter Unfruchtbarkeit eingesetzt.

CD 138

Wenn eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut eine Schwangerschaft verhindert

Sein Vorhandensein in der Gebärmutterschleimhaut ist ein wichtiger Hinweis auf eine sogenannte chronische Endometritis – eine langfristige, häufig asymptomatische Entzündung des Endometriums, die die Chance auf eine Einnistung des Embryos verringern und das Risiko einer frühen Fehlgeburt erhöhen kann.

Die Untersuchung von CD 138 hilft wesentlich bei der Diagnostik der Ursachen wiederholt erfolgloser Embryotransfers, Fehlgeburten oder unerklärter Infertilität.

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Wann empfehlen wir die Untersuchung?

  • Wiederholt erfolglose Embryotransfers qualitativ guter Embryonen
  • Wiederholte Fehlgeburten bis zur 12. Schwangerschaftswoche
  • Ungeklärte Infertilität seit mehr als 12 Monaten
  • Unregelmäßige Schmierblutungen oder Blutungen außerhalb des Zyklus
  • Verdacht auf eine chronische Entzündung der Gebärmutter
CD 138

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung wird ambulant durchgeführt und dauert nur wenige Minuten.

1.

Probenentnahme - Der Arzt entnimmt mit einem feinen Katheter eine kleine Probe der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium). Der Eingriff ist schnell und erfordert keine Anästhesie..

2.

Laborverarbeitung - Das entnommene Gewebe wird im Labor mit einem Antikörper gegen CD 138 angefärbt, wodurch die Plasmazellen unter dem Mikroskop sichtbar hervorgehoben werden.

3.

Auswertung durch den Pathologen - Der Pathologe zählt die Anzahl der CD-138-positiven Zellen und beurteilt, ob eine chronische Endometritis vorliegt.

Behandlung der chronischen Endometritis

Wenn die Diagnose bestätigt wird, umfasst die Behandlung meist:

  • antibiotische Therapie
  • Unterstützung des vaginalen Mikrobioms (Probiotika, schonende Hygiene)
  • bei Bedarf eine Kontrollentnahme nach der Behandlung

Häufige Fragen

Was genau bedeutet CD 138?

CD 138 ist ein Oberflächenprotein, das sich auf Plasmazellen befindet. Sein vermehrtes Auftreten in der Gebärmutterschleimhaut weist auf eine chronische Entzündung hin – eine Endometritis.

Wie beeinflusst chronische Endometritis die Fruchtbarkeit?

Die Entzündung stört das Umfeld der Gebärmutterschleimhaut und kann die korrekte Einnistung des Embryos verhindern oder frühe Fehlgeburten verursachen.

Ist die Probenentnahme schmerzhaft?

Der Eingriff ist schonend und wird ambulant ohne Anästhesie durchgeführt. Die meisten Frauen verspüren lediglich ein leichtes Druckgefühl.

Was passiert, wenn das Ergebnis positiv ist und eine Endometritis bestätigt wird?

Der Arzt empfiehlt eine gezielte antibiotische Behandlung und anschließend eine Kontrolluntersuchung, um die Ausheilung zu überprüfen.

Verbessert sich nach der Behandlung die Chance auf eine Schwangerschaft?

Studien bestätigen, dass sich die Implantationserfolgsrate erhöht und das Risiko früher Fehlgeburten sinkt, wenn die chronische Entzündung des Endometriums erfolgreich beseitigt wird.

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Mgr. Hana Ströer

IVF-Koordinatorin

Hlinky 144, 603 00 Brno, CZ

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