IVF, also In-vitro-Fertilisation, ist die bekannteste und am häufigsten verwendete Methode der assistierten Reproduktion. Sie hilft Paaren, bei denen eine natürliche Schwangerschaft nicht gelingt – sei es aufgrund von Problemen mit dem Eisprung, den Spermien, den Eileitern oder ohne erkennbare Ursache.
Bei der IVF werden die Eizellen der Frau außerhalb des Körpers in einem speziellen Kulturmedium befruchtet. Der sich entwickelnde Embryo wird anschließend zurück in die Gebärmutter übertragen, wo die natürliche Entwicklung fortgesetzt werden kann.
Damit mehrere Eizellen gleichzeitig gewonnen werden können, unterzieht sich die Frau einer kurzzeitigen hormonellen Stimulation (etwa 10 Tage). Ziel ist es, das Wachstum mehrerer Follikel in den Eierstöcken zu unterstützen – jeder davon kann eine Eizelle enthalten.
Sobald die Follikel ausreichend groß sind, führt der Arzt eine schonende Eizellentnahme durch – ambulant und unter Kurznarkose. Die gewonnenen Eizellen werden sofort an das embryologische Labor übergeben.
Die Eizellen werden mit der ICSI-Methode (intrazytoplasmatische Spermieninjektion) befruchtet, bei der der Embryologe ein sorgfältig ausgewähltes Spermium direkt in die Eizelle einbringt.
Die entstandenen Embryonen werden unter Laborbedingungen bis zum fünften oder sechsten Tag kultiviert, also bis zum Blastozystenstadium. Dieses Vorgehen ermöglicht die Auswahl der Embryonen mit der höchsten Chance auf eine erfolgreiche Einnistung.
Bei einer höheren Anzahl von Blastozysten kann ein assistiertes Hatching empfohlen werden. Dieses verbessert den Schutz des Embryos beim Einfrieren und kann die Erfolgsrate nach dem Auftauen bei einem anschließenden Kryoembryotransfer (KET) erhöhen.
Der ausgewählte Embryo wird am fünften Tag der Kultur in die Gebärmutter übertragen – der sogenannte Embryotransfer.
Wenn mehrere hochwertige Embryonen zur Verfügung stehen, können sie mittels Vitrifikation eingefroren werden. So aufbewahrte Embryonen können künftig bei einem Kryoembryotransfer (KET) verwendet werden.
IVF mit minimaler Stimulation ist eine Form der künstlichen Befruchtung, bei der wir zur Stimulation der Eierstöcke niedrige Hormondosen verwenden. Dieser schonende Ansatz wird häufig gut vertragen, jedoch muss mit einer geringeren Anzahl gewonnener Eizellen gerechnet werden.
Sie ist ideal für Frauen mit niedriger ovarieller Reserve, bei denen eine starke hormonelle Stimulation nicht wirksam ist.
Frauen mit niedriger ovarieller Reserve
Frauen, die die hormonelle Belastung minimieren möchten
Geringere hormonelle Belastung für den Organismus
Weniger Nebenwirkungen und Komplikationen
Möglichkeit der Wiederholung mit geringerer Belastung
Bei Frauen mit normaler ovarieller Reaktion wird meist eine geringere Anzahl von Eizellen gewonnen, was zu einer niedrigeren Erfolgsrate führen kann.
IVF im natürlichen Zyklus ist eine schonende Methode der assistierten Reproduktion, die den natürlichen Zyklus der Frau nutzt – ohne den Einsatz von Stimulationsmedikamenten.
Während des natürlichen Zyklus beobachten wir mithilfe von Ultraschall, wie der Follikel wächst, in dem die Eizelle heranreift. Sobald der Follikel ausreichend groß ist, entnimmt der Arzt die Eizelle.
Im Labor wird sie anschließend mit der ICSI-Methode befruchtet – unter dem Mikroskop wird ein ausgewähltes Spermium in die Eizelle eingebracht.
Alles erfolgt ohne Stimulation, im natürlichen Zyklus der Frau.
Die IVF im natürlichen Zyklus verläuft ohne hormonelle Stimulation. Das bedeutet, dass meist nur eine Eizelle gewonnen wird, was die Erfolgsrate der Behandlung beeinflussen kann.
Die Eizellentnahme wird bei der Standard-IVF und bei der minimalen Stimulation unter Kurznarkose durchgeführt. Der übrige Ablauf erfolgt ambulant und meist ohne größere körperliche Beschwerden.
Ziel der Stimulation ist es, etwa 8–15 reife Eizellen zu gewinnen. Die Anzahl kann jedoch je nach individueller Reaktion des Körpers variieren.
Ein Standard-IVF-Zyklus dauert ungefähr 3 Wochen – vom Beginn der Stimulation bis zur Übertragung des Embryos, dem sogenannten Embryotransfer.
Beim Embryotransfer wird in den meisten Fällen nur ein Embryo übertragen. Dieses Vorgehen – auch Single Embryo Transfer genannt – wird empfohlen, um die mit einer Mehrlingsschwangerschaft verbundenen Risiken zu minimieren, die die Gesundheit der Frau und des sich entwickelnden Fötus gefährden können.
Wie die IVF-Behandlung in der Klinik ReproGenesis abläuft
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