Die magnetische Spermienseparation (MACS) ist eine Methode zur Aufbereitung von Spermien, bei der mithilfe eines Magnetfeldes beschädigte oder absterbende Spermien aus der Probe entfernt werden. Für die assistierte Befruchtung werden so Spermien mit besserer genetischer Qualität und einem höheren Potenzial für eine erfolgreiche Befruchtung und eine gesunde Embryonenentwicklung verwendet.
MACS ist ein Laborverfahren zur Aufbereitung von Spermien, das auf magnetischer Separation basiert. Es ermöglicht, beschädigte oder degenerierende Spermien selektiv zu entfernen, die in den Prozess der sogenannten Apoptose, also des programmierten Zelltods, eintreten.
Die Methode konzentriert sich vor allem auf die Entfernung beschädigter Spermien, die das Behandlungsergebnis negativ beeinflussen könnten, und nicht nur auf die Auswahl beweglicher Spermien. Die MACS-Methode eignet sich daher auch für Spermien, die sich nur auf der Stelle bewegen.
Spermien, die in den Prozess der Apoptose, also des programmierten Zelltods, eintreten, tragen auf ihrer Oberfläche spezifische Signalmoleküle, sogenannte Marker. Diese sind ein frühes Zeichen für Zellschädigung und DNA-Fragmentierung, die bei einer gewöhnlichen mikroskopischen Beurteilung jedoch nicht sichtbar sein muss. Bei der Aufbereitung mit der MACS-Methode wird die Spermienprobe zunächst mit speziellen magnetischen Mikropartikeln vermischt, die sich gezielt an den Marker auf der Oberfläche beschädigter und absterbender Spermien binden.
Die so markierten Spermien werden anschließend beim Durchgang durch eine spezielle Säule im Magnetfeld zurückgehalten, während vitale und qualitativ hochwertige Spermien ohne Anzeichen einer DNA-Fragmentierung die Säule frei passieren. Das Ergebnis ist eine Spermienprobe mit besserer genetischer und funktioneller Qualität, was die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung und der anschließenden Embryonenentwicklung erhöht.
bei geringer Qualität und Beweglichkeit der Spermien,
bei erhöhter DNA-Fragmentierung in den Spermien,
bei wiederholten Fehlgeburten,
bei niedriger Embryonenqualität in einem früheren IVF-Zyklus,
wenn es in einem früheren IVF-Zyklus zu einer niedrigen Befruchtungsrate der Eizellen gekommen ist.
MACS ist eine gezielte Methode zur Auswahl von Spermien, mit der für die assistierte Befruchtung Spermien mit besserer Qualität und einem geringeren Grad an DNA-Schädigung gewonnen werden können. Dadurch erhöht sich die Chance auf die Entstehung eines gesunden Embryos und eine erfolgreiche Schwangerschaft. Die Methode kann auch bei Spermien mit geringer Beweglichkeit eingesetzt werden und ist besonders bei Proben mit einem höheren Anteil an DNA-Fragmentierung von Vorteil, wo sie deutlich zur Verbesserung des Behandlungsergebnisses beitragen kann.
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